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Aareal Bank baut Risiken in Italien ab

Geldinstitut erzielt im ersten Halbjahr 2020 ein positives, aber deutlich reduziertes Betriebsergebnis.

Die Aareal Bank Gruppe hat auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis lag im Konzern nach Covid-19-Effekten und Belastungen aus dem Ende Juli kommunizierten fortgesetzten Abbau von Risikopositionen in Italien bei zwei Millionen Euro (zweites Quartal 2019: 61 Millionen Euro.

Wie für die gesamte Branche stand auch für die Aareal Bank Gruppe das zweite Quartal im Zeichen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die Risikovorsorge stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als das Doppelte auf 48 Millionen Euro (zweites Quartal 2019: 23 Millionen Euro). Darin enthalten ist auch die Ergebnisbelastung aus dem fortgesetzten Abbau der Italien-Risiken in Höhe von neun Millionen Euro, der im Juli erfolgte, aber bereits im zweiten Quartal ergebniswirksam gebucht wurde. Die sonstige Risikovorsorge wurde nicht durch neue Kreditausfälle belastet, sondern spiegelt die aktuelle Bewertung der Kredite und mögliche krisenbedingte Wertveränderungen der zugrundeliegenden Immobilien wider.

Insgesamt ergaben sich in den Positionen Risikovorsorge, Ergebnis aus finanziellen Vermögenwerten (fvpl) und Sonstiges betriebliches Ergebnis im ersten Halbjahr Belastungen aus Wertminderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie von 107 Millionen Euro. "Damit bewegen sich die Auswirkungen der Krise für die Aareal Bank weiterhin auf einem beherrschbaren Niveau", teilte das Unternehmen mit.

Unterdessen hat das Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung nach den Lockdown-Monaten April und Mai wieder spürbar angezogen. Es summierte sich im ersten Halbjahr auf 2,7 Milliarden Euro (erstes Halbjahr 2019: 3,2 Milliarden Euro). Die durchschnittlichen Bruttomargen des im zweiten Quartal gezeichneten Neugeschäfts lagen deutlich über der Marke von 200 Basispunkten (vor und nach Währungseffekten) und damit spürbar über Plan.

Ausblick auf das zweite Halbjahr

Arbeitsschwerpunkte für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 sind die Bewältigung der Pandemie-Folgen sowie die strategischen Initiativen und Maßnahmen im Rahmen von "Aareal Next Level" und hier insbesondere der angestrebte Abschluss einer Partnerschaft mit einem Investor für die zum Verkauf stehende Beteiligung an der IT-Tochter Aareon.

Die Aareal Bank geht im laufenden Jahr von einer sich fortsetzenden kontinuierlichen Normalisierung des globalen Wirtschaftsgeschehens mit einer deutlichen Erholung in den Jahren 2021 und 2022 aus. Basierend auf dieser Annahme und nach heutigem Ermessen hält die Aareal Bank Gruppe im Gesamtjahr 2020 ein deutlich positives Betriebsergebnis weiterhin für erreichbar. Dieses sollte sich im mittleren bis oberen zweistelligen Millionenbereich bewegen.

13.08.2020