zurück

Änderungsmanagement in BIM - Praxisbeispiel

SPONSORED CONTENT - Wir alle wissen aus Erfahrung, dass Änderungswünsche in der Regel immer dann auftauchen, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Und dass vor allem bei komplexen Projekten jede Änderung eine Menge an Folge-Anpassungen nach sich zieht.

Praxisbeispiel: kurz vor der Abgabe wird eine Anpassung des Höhenniveaus der Eingangsebene erforderlich. Ohne Einsatz digitaler Technologie würde eine entsprechende Anpassung vermutlich rund eine Woche dauern. Jeder „betroffene“ CAD-Plan müsste einzeln geöffnet, korrigiert, mit den andern abgeglichen und korrekt wieder abgelegt werden. Wegen der Komplexität der Aufgabe wären hierbei Fehler und Ungenauigkeit kaum zu vermeiden.

Abbildung 1. Einpflegen von Änderungen in einer CAD-Zeichnung

Abbildung 1. Einpflegen von Änderungen in einer CAD-Zeichnung

Mit Hilfe von BIM-Technologie lässt sich diese Fehlerquote minimieren, da innerhalb eines BIM-Modells alle Elemente und Ebenen miteinander verknüpft sind. Im Gegensatz zur CAD-Planung ist es im BIM-Modell ausreichend, Änderungen an jedem Element nur einmal vorzunehmen – im Anschluss daran werden alle anderen betroffenen Bereiche automatisch aktualisiert. Innerhalb eines BIM-Modells sind alle Grundrisse, Schnitte und Ansichten nur Projektionen, zusammengesetzt aus einzelnen geometrischen Elementen. Von daher können alle Änderungen an Lage oder einzelne Parameter nahezu automatisch eingepflegt werden.

Für das oben genannte Praxisbeispiel wäre daher eine einmalige Anpassung des Höhenniveaus der Eingangsebene im BIM-Modell ausreichend (bei Vorhandensein von mehreren Teilmodellen in jedem Teilmodell).

Abbildung 2.1 Einpflegen von Änderungen in im BIM-Modell
Abbildung 2.2 Einpflegen von Änderungen in im BIM-Modell

Abbildung 2. Einpflegen von Änderungen in im BIM-Modell

Eine erhebliche Zeitersparnis gegenüber der Planung in CAD bedeutet dies aber auch dann, wenn zur Sicherheit in jedem Teilmodell die Übernahme der vorgenommenen Änderung noch einmal nachkontrolliert wird. Denn Änderungen lassen sich innerhalb des Modells (oder innerhalb der Teilmodelle) nachverfolgen. Im gezeigten Praxisbeispiel war die Anpassung des Höhenniveaus der Eingangsebene besonders leicht durchzuführen, da die Gebäudeachsen und die Höhenniveaus in einem eigenen, mit allen Teilmodellen verknüpften Basis-Modell angelegt worden waren. Die Änderung musste nur in diesem einen Modell vorgenommen werden.

Abbildung 3.1 Basis-Datei (enthält alle Gebäudeachsen und Höhenniveaus)
Abbildung 3.2 Basis-Datei (enthält alle Gebäudeachsen und Höhenniveaus)

Abbildung 3. Basis-Datei (enthält alle Gebäudeachsen und Höhenniveaus)

Abbildung 4. Änderung verknüpfter Dateien

Abbildung 4. Änderung verknüpfter Dateien

Auf diese Weise kann das Einpflegen von Änderungen für Architekten, Statiker und Ingenieure erheblich effektiver organisiert und kontrolliert werden.

Ein professionelles Aufsetzen des BIM-Modells durch erfahrene BIM-Manager ist allerdings unabdingbare Voraussetzung dafür. Im schlimmsten Fall fällt man allerdings „nur“ auf das Niveau einer konventionellen CAD-Planung zurück.

Daria Lepeschkina

Autorin: Daria Lepeschkina

30.09.2018