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Analyse: Mietspiegel alles andere als einheitlich

Die gif-Mietspiegelkommission hat eine detaillierte Bestandsaufnahme der Mietspiegel der 80 größten Städte in Deutschland verfasst. Die analysierten Mietspiegel sind in ihrer Erhebung, Auswertung und insbesondere Dokumentation sehr unterschiedlich.

Die Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) hat die Mietspiegel der achtzig größten Städte-Deutschlands ausgewertet. Der gif-Mietspiegelreport 2019 beinhaltet eine detaillierte Bestandsaufnahme der Mietspiegel und kommt zu dem Ergebnis, dass sie in ihrer Erhebung, Auswertung und insbesondere Dokumentation sehr unterschiedlich sind.

In 67 Städten werden Mietspiegel erstellt. In der Mehrheit handelt es sich auch um qualifizierte Mietspiegel. Hierbei hat sich die Regressionsanalyse zunehmend als Standard etabliert. 13 Städte haben überhaupt keine Mietspiegel, obwohl in sieben von diesen die Mietpreisbremse gilt. Zumindest in allen Städten mit angespannten Wohnungsmärkten sollten qualifizierte Mietspiegel erstellt werden, denn nur diese gewährleisten Verbraucherschutz und Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter.

Zur besseren Orientierung der Städte und Kommunen sollte nach Ansicht der gif die Vorgehensweise bei Erhebung, Berechnung und Dokumentation gesetzlich näher definiert werden. Der gif-Mietspiegelreport wurde unter der Leitung von Professor Dr. Steffen Sebastian, Vorsitzender der gif-Mietspiegelkommission / IREBS, Universität Regensburg, erstellt.

In der neuen Ausgabe von immobilienmanager beleuchtet Sebastians die Ergebnisse des Mietspiegelreports genauer.

07.02.2019