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Das sind Europas dynamischste Städte

Die dynamischsten Städte in Europa überzeugen mit höherem BIP-Wachstum und Beschäftigungsniveau. London schafft es erneut auf Platz 1. München verbessert sich um einen Platz auf Rang sechs.

…einer weiteren iberischen Stadt: Spaniens Hauptstadt Madrid ist ebenfalls wieder im Fokus der Immobilieninvestoren (Foto: Helga/Pixelio.de)
Spaniens Hauptstadt Madrid schafft es gerade noch so in die Top 20 der dynamischsten Städte in Europa (Foto: Helga/Pixelio.de)

London, Paris, Cambridge, Berlin und Amsterdam bilden die Top 5 der dynamischsten Städte in Europa. Das ist das Ergebnis des aktuellen Savills IM Dynamic Cities Index, der die europäischen Städte und Stadtregionen mit dem langfristig besten Potenzial für erfolgreiche Investments in Gewerbeimmobilien auflistet. Er bildet das Gesamtergebnis aus Analysen der sechs separat gemessenen Kategorien Innovation, Inspiration, Inklusion, Vernetzung, Investment und Infrastruktur ab.

Den dynamischsten Städten gelingt es, erfolgreich Talente anzuziehen und diese zu binden sowie Innovationen voranzutreiben. Dies fördert das Wohlstands- und Bevölkerungswachstum einer Stadt und bildet die Grundlage für florierende Gewerbeimmobilienmärkte. Das Beschäftigtenwachstum wirkt sich positiv auf den Bürosektor aus, die Steigerung des Wohlstands kommt dem Einzelhandel zugute, und der wachsende E-Commerce kurbelt die Nachfrage nach städtischer Logistik und Lagerflächen weiter an.

München landet in diesem Jahr als zweitbeste deutsche Stadt auf dem sechsten Rang. In der Unterkategorie Vernetzung erzielte München sogar den vierten Platz. Diese Wertung honoriert die Mobilitätsmöglichkeiten innerhalb der Stadt, wozu neben guten Verkehrsanbindungen und Fußgängerfreundlichkeit auch die Mobilfunk- und Breitbandabdeckung gehören.

Auch andere europäische Länder zeigen ein positives Bild: Barcelona auf Rang 14 und Madrid auf Platz 20 unterstreichen die deutlich verbesserten Fundamentaldaten in Spanien nach dem Ende der Wirtschaftskrise. Auch Skandinavien entwickelt sich weiterhin überaus positiv. Alle nordischen Hauptstädte sind innerhalb der Top 30 vertreten.

(Quelle: Savills IM)
(Quelle: Savills IM)

Zwischen 1998 und 2018 erzielten die zehn dynamischsten Städte ein BIP-Wachstum von 70 Prozent. Das Wachstum der 28 EU-Staaten lag demgegenüber bei nur 39 Prozent. Insbesondere in den letzten zehn Jahren ist die Schere des BIP-Wachstums deutlich auseinandergegangen. Laut Oxford Economics stieg zudem das Beschäftigungsniveau in den Top 10 im selben Zeitraum um 31 Prozent, gegenüber 15 Prozent im EU-Durchschnitt. Dies verdeutlicht: Den besonders zukunftsfähig aufgestellten Städten gelingt es mittel- bis langfristig, weniger fortschrittliche Städte und Regionen regelrecht abzuhängen.

Methodik des Index
Das Ziel des Savills IM Dynamic Cities Index ist es, jene Faktoren zu erfassen, die eine Stadt oder eine Stadtregion für Talente attraktiv, zukunftssicher angesichts disruptiver Technologien und zu einem Führer in der Wissensökonomie macht. Der Index wurde unter Verwendung von statistischen Analysen und dem Handbuch der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für die Erstellung kombinierter Indikatoren erarbeitet.

Neben frei verfügbaren Daten flossen sowohl interne Erhebungen als auch Untersuchungsergebnisse Dritter in die Analyse ein. Erfasst wurden über 250 Faktoren für 130 Städte mit mindestens 250.000 Einwohnern (NUTS3-Regionen), darunter sämtliche Hauptstädte. In einigen Fällen wurden auch Städte mit weniger Einwohnern erfasst, wenn diese über positive Wachstumsprognosen verfügen und aufgrund der Einbindung des Umlandes den Charakter einer Stadtregion aufweisen.

Der Gesamtindex berücksichtigt 60 Indikatoren aus sechs Unterkategorien. Die Indikatoren reichen von konventionellen Faktoren für Gewerbeimmobilien bis hin zu Indikatoren der Stadtökonomie im weiteren Sinne. Die zugrundeliegenden Daten für den Savills IM Dynamic Cities Index stammen aus einer Mischung von internen Berechnungen sowie frei verfügbaren und gewerblichen Quellen. Die wesentlichen Datenlieferanten sind 2thinknow: City Benchmarking Data, Timetric und Oxford Economics. Die Daten wurden im ersten Halbjahr 2019 erhoben.

Die vollständige Studie kann hier abgerufen werden.

16.10.2019