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Futurologe Max Thinius: So wird die Zukunft

Am Rande des Real Estate Innovation Summit 2018 hat uns Futurologe Max Thinius vor der Kamera verraten, warum Immobilien bald mobil sein werden und das Ruhrgebiet die perfekten Bedingungen für die Stadt der Zukunft bietet.

Max Thinius ist im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig. Er ist nämlich tatsächlich der einzige Mensch in Deutschland, der die Berufsbezeichnung "Futurologe" trägt. Anders als Zukunftsforscher - die zahlen- und faktenbasierte Einschätzung geben - beziehen Futurologen auch Werte der Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge in ihre Prognosen mit ein.

Auf dem diesjährigen Real Estate Innovation Summit in Frankfurt am Main gab Max Thinius einen Ausblick darauf, wie die Digitalisierung unsere Welt verändert - mit besonderem Fokus auf die Immobilienwirtschaft. "Wir werden mobile Immobilien haben", machte er klar und ließ keinen Zweifel daran, dass er keinen Grund sieht, weshalb autonomes Fahren auf Autos beschränkt bleiben sollte.

"Polyzentrale Strukturen wie im Ruhrgebiet oder Baden-Württemberg werden in Zukunft sehr stark an Bedeutung gewinnen", so Thinius. Die klassischen auf die Industrialisierung ausgerichteten Städte werden seiner Meinung nach an Bedeutung verlieren.

Erfahren Sie Im Video-Interview, warum die Industrialisierung für Futurologe Max Thinius am Ende ist und wie er die Zukunft sieht.

Real Estate Innovation Summit 2018
Zum zweiten Mal fand in Frankfurt der Real Estate Innovation Summit der Kommunikationsberatung Feldhoff & Cie. (FCI) statt. Unter dem Leitthema „Innovation als Überlebensstrategie?“ kamen rund 90 Entscheider und 15 Impulsgeber aus der Immobilienwirtschaft und anderen Wirtschaftszweigen in einer ehemaligen Kirche in Frankfurt zusammen.

Zu den Impulsgebern gehörte auch Dr. Markus Wiedenmann, geschäftsführender Gesellschafter von Art-Invest Real Estate: „Manchmal muss man etwas wagen, sonst laufen innovative Ansätze und Ideen ins Leere“. Innovationsprozesse müssten von höchster Leitungsebene mitgetragen werden. Gleichzeitig seien für die erfolgreiche Umsetzung von Ideen klare Verantwortlichkeiten unumgänglich, so Dr. Wiedenmann.

Gründe, an denen innovative Ansätze scheitern, gibt es viele. Das würde auch bei der Teilnehmerumfrage deutlich:

Woran aus Sicht der Teilnehmer Innovationen in Unternehmen oft scheitern
Woran aus Sicht der Teilnehmer Innovationen in Unternehmen oft scheitern

Auf einem Innovation Summit darf derzeit natürlich auch das Thema Blockchain nicht fehlen. Neben einer Diskussionsrunde, an der unter anderem Malte Drießen (Hansainvest) und Stephan Rind (Brickmark) teilnahmen, waren auch die Besucher der Veranstaltung wieder gefragt, Ihre Einschätzung zu der Technologie zu teilen.

Knapp die Hälfte der Teilnahme gab an, sich gerade einen Überblick über die Blockchain-Technologie zu verschaffen. Immerhin vier Prozent sahen sich bereits als ICO-Experten.

Für Immobilienmanager scheint die Blockchain am wenigsten bedrohlich.
Für Immobilienmanager scheint die Blockchain am wenigsten bedrohlich.

Klar wurde auch: Das Revolutionspotenzial der Blockchain innerhalb der Immobilienwirtschaft wird durchaus gesehen. Auf einer Skala von 1 bis 6 lag der Score letztlich bei 4,2.

Sollte das Revolutionspotenzial tatsächlich Wirklichkeit werden, erhöht das vielleicht auch die Effizienz der Märkte. Mit der scheint es nämlich nicht weit hin zu sein, denn 97 Prozent der Summit-Teilnehmer antworten auf die Frage "Sind die Märkte heute effizient" mit "Nein"!

12.11.2018