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Die wichtigsten Zahlen zum Bürovermietungsmarkt 2018

Die großen Maklerhäuser und -verbünde haben Bilanz gezogen. Wir haben daraus die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Vermietungsjahr 2018 auf den deutschen Büromärkten für Sie zusammengestellt.

Flächenumsatz: Rund vier Millionen Quadratemter Flächenumsatz zählten die Makler in den Top-7-Standorten im vergangenen Jahr – mit leichten Abweichungen je nach Maklerhaus. Unabhängig von der genauen Zahl attestieren alle Marktberichte damit den zweithöchsten Flächenumsatz aller Zeiten, hinter dem Jahr 2017. Der zehnjährige Durchschnitt wurde deutlich, um rund 20 Prozent übertroffen.

Leerstand: Er sinkt und sinkt und sinkt, laut Colliers Internation auf 3,1 Prozent in den Top-Standorten. In Frankfurt erreichte er bereits im Vorjahr erstmals seit 2002 die Einstelligkeit und sank 2018 weiter auf 6,8 Prozent. München (1,6 Prozent) und Berlin (1,5 Prozent) weisen laut Colliers die geringsten Leerstandsquoten auf.

Nettoabsorption: Einige geplante Umzüge konnten aufgrund eines nicht vorhandenen Angebotes an passenden Büroflächen nicht realisiert werden. Diesen Zusammenhang belegt laut JLL die gestiegene Nettoabsorption, die sich im Gesamtjahr und in der Aggregation über die Big 7 auf 1,2 Millionen Quadratmeter belief. Sie liege damit noch einmal um zehn Prozent über dem Vorjahresniveau und gleichzeitig auf dem höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre – trotz steigender Flächeneffizienz bei Neuanmietungen und folglich weniger Fläche pro Arbeitsplatz.

Mieten: Die Mietpreise sind in den vergangenen zwölf Monaten kräftig gestiegen. Im Durchschnitt der Märkte legte die Spitzenmiete laut Savills um 4,2 Prozent auf 31,47 Euro pro Quadratmeter zu, die Durchschnittsmiete stieg um 6,8 Prozent auf 17,72 Euro. Am deutlichsten fielen die Anstiege in Berlin (+12,6%/ +15,2%). Während die Hauptstadt vor fünf Jahren in puncto Miethöhe noch das Schlusslicht der Top-Städte war, wird sie mittlerweile bei der Spitzenmiete (35,80 Euro) nur noch von Frankfurt und München überflügelt und steht bei der Durchschnittsmiete (22 Euro) mit Abstand auf dem ersten Platz

Standorte: München bildete für alle Maklerhäuser den Hotspot mit etwas weniger als einer Million Quadratmeter Vermietungsleistung. Berlin blieb dahinter zurück, auch weil laut BNP etliche Gesuche nicht erfüllt werden konnten. Düsseldorf konnte sein Umsatzniveau aus dem Vorjahr halten (unter 400.000 Quadratmetern). Leipzig büßte hingegen kräftig ein, allerdings aufgrund des historischen Ergebnisses im Vorjahr.

Flächenreserven: In den nächsten beiden Jahren werden laut Colliers fast 3,3 Millionen Quadratmeter Neubauflächen fertiggestellt. Schwerpunkte sind Berlin und München. Gemessen am Nachfrageüberhang bleibt die Projektpipeline aber weiterhin nur moderat, zudem sind bereits fast zwei Drittel dieser Flächen vorvermietet. Eine wesentliche Entspannung sei daher nicht zu erwarten.

Flexible Offices: Bereits im Vorjahr zeigte sich die Umsatzstärke von Anbietern flexibler Büroarbeitsplätze. Auch 2018 hält deren Expansionstätigkeit an. Der Anteil dieser Branche am Flächenumsatz beträgt laut JLL wie im Vorjahr sechs Prozen, in Toplagen (CBD) sind es sogar 16 Prozent. Allerdings: Die Flächenknappheit in Toplagen erschwert auch deren Expansionspläne. Bei einem höheren Angebot würden die Umsätze deutlich höher ausfallen.

07.01.2019