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Diese Preise erwarten Immobilienexperten in Deutschland

Eine erstmals durchgeführte bundesweite Umfrage hat die Preiserwartungen in den unterschiedlichen Immobiliensegmenten für die kommenden 12 Monaten erfasst. Es gibt Bundesländer, in denen die Experten sinkende Mieten erwarten. Zu den Ergebnissen.

Im Frühling 2019 befragte Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE), ein Beratungs- und Forschungsunternehmen aus der Schweiz, erstmals Experten im deutschen Immobilienmarkt zur vergangenen und künftigen Preisentwicklung von Immobilien. Die Teilnehmer erwarten für die kommenden zwölf Monate in allen Bundesländern steigende Preise
für Wohneigentum. Der entsprechende Preiserwartungsindex für Einfamilienhäuser liegt mit 75.4 Punkten leicht höher als derjenige für Eigentumswohnungen (69.9 Punkte). Am uneinigsten waren sich die Teilnehmer in Bayern. Dort erwarten 26 Prozent der Experten sinkende oder stark sinkende Preise, sowie 67 Prozent der Befragten steigende oder stark steigende Preise für Wohneigentum. Diese Erkenntnis trifft auch bei allen anderen Segmenten zu und deutet auf starke regionale Unterschiede hin.

(Quelle: FPRE)

Trotz Mietpreisbremse erwarten die Experten steigende Wohnungsmieten. Die entsprechenden Preiserwartungsindizes sind für alle Bundesländer deutlich positiv. Am meisten Stabilität in den Mietpreisen wird in Brandenburg und Sachsen-Anhalt erwartet. Für Mehrfamilienhäuser werden bundesweit steigende Preise erwartet. Dieses Segment weist mit 80.6 Punkten den höchsten Preiserwartungsindex aus, und besonders in den Bundesländern Bayern, Hamburg und Berlin erwartet ein beträchtlicher Teil der Experten stark steigende Preise für Mehrfamilienhäuser.

Die Ergebnisse der Umfrage werden zu Preiserwartungsindizes verdichtet, welche im Bereich zwischen -200 Punkten und 200 Punkten liegen können. Diese geben eine Indikation für die künftige Entwicklung verschiedener Immobiliensegmente. An der Frühlingsumfrage 2019 von FPRE beteiligten sich 531 Marktteilnehmer aus allen Bundesländern.

Preiserwartungen auf dem Büromarkt
Der Büromarkt weist, trotz deutlich positiver Tendenz, die moderatesten Preiserwartungsindizes aus. Für die Mieten von Büroflächen liegt der bundesweite Preiserwartungsindex mit 46.6 Punkten zwar im klar positiven Bereich, jedoch fallen die Bundesländer Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit negativen Preiserwartungsindizes auf. Für Büro- und Geschäftshäuser werden in allen Bundesländern steigende Preise erwartet.

(Quelle: FPRE)

Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) ist ein privates, unabhängiges Beratungs- und Forschungsunternehmen mit Sitz in Zürich. Mit seinem interdisziplinären Team bearbeitet FPRE Themen der räumlichen Entwicklung, mit speziellem Fokus auf die ökonomische und demographische Dynamik des genutzten bzw. nutzbaren Raums.

18.06.2019