zurück

FM: Telekom wechselt von Strabag PFS zu ISS

Ab Juli 2019 lässt die Deutsche Telekom ihre 9.000 deutschen Standorte von der ISS-Gruppe betreuen. Der Vertrag mit dem langjährigen FM-Partner Strabag PFS wird nicht verlängert.

Ab Juli 2019 wird ISS für die Deutsche Telekom an rund 9.000 Standorten bundesweit integrierte Facility Services liefern. Nach der vollständigen Umsetzung wird die Partnerschaft der größte Vertrag in der ISS-Gruppe. Das Angebot einer weiteren Zusammenarbeit mit dem bisherigen Dienstleister Strabag PFS nahm die Telekom nicht an. Die heutige Strabag PFS und ehemalige DeTe Immobilien war vor ihrem Verkauf im Jahr 2008 an Strabag eine Tochter der Deutschen Telekom.

Bei ISS werden rund 6.000 Mitarbeiter im Rahmen der abgeschlossenen Partnerschaftsverträge arbeiten. Nach der Umsetzung werden diese Verträge etwa vier Prozent des Umsatzes der ISS-Gruppe bezogen auf das Jahr 2016 ausmachen. ISS Group CEO Jeff Gravenhorst sagte: „Dies ist das größte Vertragsverhältnis in der ISS-Geschichte.“ Die Partnerschaft umfasst mehrere tausend Gebäude, Antennen, Türme, Masten und andere technische Anlagen.

Die Dienstleistungen umfassen Property Services (einschließlich wichtiger technischer Dienstleistungen), Reinigungs- und Supportleistungen, Facility Management sowie die Unterstützung bei Investitionsprojekten. ISS wird auch neueste Sensorik- und IoT-Lösungen einsetzen, um Informationen über die Nutzung von Einrichtungen und den Status der technischen Ausrüstung und der Belegungsfrequenz zu sammeln, um die Gebäudeeffizienz und die Endnutzerfahrung weiter zu optimieren.

Strabag PFS muss sich neu sortieren
Dem Account mit der Telekom sind bei Strabag PFS rund 3.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugeordnet, etwa 800 davon verbeamtet. „Die Beschäftigungssituation ist vor allem mit Blick auf die soziale Verträglichkeit zu klären“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Hannes Truntschnig. Insgesamt zählt die Unternehmensgruppe, zu der auch die DIW Instandhaltung GmbH, die Strabag Facility Services GmbH und die Strabag Residential Property Services GmbH gehören, über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Die Deutsche Telekom ist unser größter Kunde. Ohne diesen Account wird unsere Leistung ab 2019 zunächst substanziell sinken“, räumt Truntschnig ein. „Es muss uns gelingen, das Neugeschäft zu stärken und das Bestandskundengeschäft auszubauen. Der weltweite Trend zur Digitalisierung der Immobiliendienstleistung wird dabei eine große Rolle spielen."

19.10.2017

Highlight-Artikel-Liste