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IVD: Büromieten in Top-14-Standorten wachsen am stärksten

München und Frankfurt am Main sind aktuell die teuersten Bürostandorte. Die niedrigsten Leerstandsquoten verzeichnen Berlin und München.

Der deutsche Büromarkt profitiert vom konjunkturellen Aufschwung. Doch nicht alle Bürostandorte profitieren gleichermaßen davon, wie der aktuelle IVD-Gewerbe-Preisspiegel zeigt. Es sind in erster Linie die Großstädte, in denen sich eine steigende Nachfrage nach Büroflächen abzeichnet. In den 14 größten deutschen Städten – mit jeweils mehr als 500.000 Einwohnern – stiegen 2018 die Büromieten mit mittlerem Nutzungswert um 7,4 Prozent an. Damit hat sich die Preisdynamik in den Metropolen und Großstädten deutlich beschleunigt (Vorjahr: 4,6 Prozent), während das Wachstum in sämtlichen anderen Städteklassen dagegen teilweise kräftig zurückging.

Vor allem in den Kleinstädten lässt die Preisdynamik nach beziehungsweise sinken die Büromieten sogar. Auch im Langzeittrend zeigt sich diese Tendenz: Während die Büromieten (mittlerer Nutzungswert) in den 14 größten Städten seit 2011 um ein Drittel zulegten, stagnierten oder sanken die Mietpreise in den Kleinstädten.

Spitzenmieten: München und Frankfurt am Main teuerste Bürostandorte
Laut IVD-Marktrecherche legten die Spitzenmieten in fast allen Top-Bürohochburgen zu. Dabei belegen Frankfurt am Main und München mit 38,50 Euro/Quadratmeter bei den Bürospitzenmieten gemeinsam den ersten Platz im Ranking (2017: Frankfurt/Main 38,50 Euro/Quadratmeter; München: 35,50 Euro/Quadratmeter). Berlin liegt auf Platz zwei mit 32,50 Euro/Quadratmeter (2017: 27,50 Euro/Quadratmeter), gefolgt von Düsseldorf (27,50 Euro/Quadratmeter; 2017: 26,50 Euro/Quadratmeter) und Hamburg (26,00 Euro/Quadratmeter; 2017: 25,00 Euro/Quadratmeter).

Leerstandsquoten sinken
Das starke Mietpreiswachstum in den Großstädten hat neben der hohen Nachfrage aber eine weitere Ursache: das sehr geringe Angebot. Büroflächen in den Metropolen sind so knapp, dass in den Top-7-Städten teilweise Vollvermietung herrscht.

In Berlin und München beträgt die Leerstandsquote laut IVD-Marktrecherche im dritten Quartal 2018 nur noch 1,6 Prozent respektive 2,2 Prozent (viertes Quartal 2017: 2,0 Prozent und 2,4 Prozent). Der Markt in diesen Städten ist nahezu leergefegt. Ebenso sieht es, trotz leichter Erholung, mit 2,5 Prozent in Stuttgart aus (viertes Quartal 2017: 2,1 Prozent). Die Leerstandsquote in Frankfurt/Main beträgt dagegen noch 7,3 Prozent (viertes Quartal 2017: 9,6 Prozent).

18.12.2018