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Münchener Hyp emittiert ersten ökologischen ESG Pfandbrief

Die Benchmarkemission über 500 Millionen Euro wurde von den Investoren stark nachgefragt. Das Orderbuch wurde bei über 900 Millionen Euro geschlossen.

Die Münchener Hypothekenbank eG betrat mit der erfolgreichen Emission ihres ersten ökologischen ESG Pfandbriefs Neuland. Sie ist damit der erste Emittent, der ESG Pfandbriefe sowohl nach sozialen als auch nach ökologischen
Nachhaltigkeitskriterien begeben hat. Die Benchmarkemission über 500 Millionen Euro wurde von den Investoren stark nachgefragt. Das Orderbuch wurde bei über 900 Millionen Euro geschlossen. Rund 40 Prozent des Emissionsvolumens
wurden von Investoren gezeichnet, die sich auf grüne und nachhaltige Investments spezialisiert haben.

Die Laufzeit des Hypothekenpfandbriefs beträgt fünf Jahre und einen Monat, der Kupon beläuft sich auf 0,250 Prozent. Die Emission wurde zu einem Preis von acht Basispunkten unter Swap-Mitte platziert. „Mit der Emission des ökologischen ESG Pfandbriefes haben wir den Nachhaltigkeitskreislauf in unserem Geschäftsmodell geschlossen. Finanzierungen grüner und sozialer Objekte werden durch unsere ESG Pfandbriefe nachhaltig refinanziert“, sagte Dr. Louis Hagen, Vorsitzender des Vorstands der Münchener Hyp.

Der ökologische ESG Pfandbrief basiert auf dem Green Bond Framework der Münchener Hyp. Dieses steht im Einklang mit den Green Bond Principles der International Capital Market Association (ICMA). Die Deckungswerte der Emission setzen sich aus privaten wie gewerblichen Immobilien zusammen, die diese ökologischen Kriterien erfüllen. Einen wesentlichen Teil davon bilden private Wohnimmobilien, die mit dem Grünen Darlehen der Münchener Hyp finanziert wurden, mit dem die Bank energieeffizientes und umweltschonendes Bauen und Wohnen unterstützt. „Wir wollen unser Angebot an nachhaltigen Finanzierungen – wie das Grüne Darlehen und das Familiendarlehen – weiter ausbauen und damit eine wichtige Grundlage für die Emission weiterer ESG Pfandbriefe legen“, sagte Dr. Johanna Dichtl, Nachhaltigkeitsmanagerin der Münchener Hyp.

Auch international fand der ökologische ESG Pfandbrief großes Interesse. Insgesamt wurden 80 Orders aus 14 Staaten abgegeben. Regionaler Schwerpunkt mit 63 Prozent des Emissionsvolumens war Deutschland. Es folgten Investoren aus den skandinavischen Staaten und Großbritannien. Größte Investorengruppe waren mit 44 Prozent des Emissionsvolumens Banken, es folgten Asset Manager und Fonds mit 37 Prozent. Die Transaktion begleiteten ABN AMRO Bank, DZ Bank und HSBC Trinkaus & Burkhardt. Co-Lead- Manager waren Bankhaus Lampe, Credit Agricole und LBBW.

Die Münchener Hyp emittierte im September 2014 den nach eigenen Angaben weltweit ersten nachhaltigen Pfandbrief. Sie gilt damit als Vorreiter für die nachhaltige Refinanzierung über Pfandbriefe und andere Covered Bonds. Mit dem ersten ESG Pfandbrief wurden insbesondere Darlehen für genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland refinanziert.

07.11.2018