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Pantera-Projekt: Umplanung wegen historischer Funde und Fledermaus

Die Pantera AG plant insgesamt 225 Wohnungen im Zentrum von Germersheim, auf dem Gelände der ehemaligen Stengelkaserne. Der Projektentwickler musste den Bebauungsplan aufgrund historischer Funde und einer seltenen Fledermaus ändern.

Auf dem Gelände der ehemaligen Stengelkaserne in Germersheim enstehen 225 Wohnungen (Foto: Archis Architekturbüro/Pantera AG)
Auf dem Gelände der ehemaligen Stengelkaserne in Germersheim enstehen 225 Wohnungen (Foto: Archis Architekturbüro/Pantera AG)

Der Projektentwickler Pantera AG hat den Bebauungsplan für das Karl´s Quartier in Germersheim aufgrund historischer Funde geändert. Auf dem Gelände der ehemaligen Stengelkaserne im Stadtzentrum wurden bisher unbekannte Bauwerke der alten Festung entdeckt, damit verbunden bleibt der ursprüngliche unterirdische Verlauf des Flusses Queich bestehen. Der finale B-Plan für das veränderte Konzept wurde sowohl vom Bauausschuss als auch vom Stadtrat bereits im Dezember 2017 einstimmig verabschiedet.

Die Arbeiten auf dem 25.000 Quadratmeter großen Areal, bei dem Neubau- und denkmalgeschützte Wohnungen kombiniert werden, starten noch im Frühjahr, nachdem die erste Baugenehmigung für die denkmalgeschützte Kaserne am 20. Februar.2018 ausgestellt wurde. In der vergangenen Woche wurde außerdem der erste Bauantrag für die Neubauten inklusive der Tiefgarage an der Klosterstraße gestellt. Die weiteren Baugesuche für die Neubauten im Westteil folgen noch im März.

Lage der Neubauten wird angepasst
Im Neubau-Bereich des „Karl´s Quartier" wird die Lage der dreigeschossigen Stadthäuser (plus Staffelgeschoss) angepasst. Diese werden nun statt mit der Längs- mit der Stirnseite zur Straße „An der Stengelkaserne“ geplant. Die Häuser an der Richthofenstraße entstehen jetzt parallel zur Straße. Insgesamt 138 Wohneinheiten umfasst der Neubau-Teil des Quartiers.

Auch im Altbau-Bereich des „Karl´s Quartier" gibt es konzeptionelle Änderungen. Grund dafür ist das Auffinden möglicher Ruheplätze des Großen Mausohrs, einer besonders gefährdeten Fledermausart, im westlichen Teil des Dachgeschosses. Hierfür entwickelte die Pantera AG gemeinsam mit dem Institut für Botanik und Landschaftskunde aus Karlsruhe ein Konzept aus Ruhe- und Überflugzonen und reduzierte deshalb die Zahl der denkmalgeschützten Wohnungen innerhalb der Festungsanlage von 92 auf 87.

08.03.2018

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