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Perspektiven für den deutschen Wohnimmobilienmarkt

SPONSORED CONTENT - Der Wohnungsmarkt bleibt trotz sinkender Renditen attraktiv für Anleger. Vor allem Wohnentwickler mit Erfahrung und Know-how sind in der Lage, Potenziale für den dringend benötigten zusätzlichen Wohnraum zu identifizieren.

Andreas Graef
Foto: Tino Pohlmann

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt befindet sich seit Anfang 2009 in einem starken Aufwärtstrend. Insbesondere die Metropolen haben im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt eine hohe Dynamik bei der Immobilienpreisentwicklung erlebt. Von 2009 bis 2017 sind die Preise in den A-Städten um rund 80 Prozent gestiegen (Quelle: Deutsche Bank Research). Ausschlaggebend hierfür war eine Zunahme bei der Wohnungsnachfrage, bedingt durch ein solides Wirtschaftswachstum, die demografische Entwicklung und die anhaltende Urbanisierung. Ebenso hat das niedrige Zinsniveau einen nicht unerheblichen Einfluss auf diese Entwicklung.

Eine in diesem Zusammenhang häufig geäußerte Sorge nach einer Preisblase am deutschen Wohnungsmarkt kann als nicht gerechtfertigt betrachtet werden. Denn die Preissteigerungen sind nicht getrieben von einem unausgeglichenen Finanzierungsmarkt, sondern von einer erhöhten Nachfrage am Markt mit fundamental begründeten wirtschaftlichen Faktoren. Ein interessanter Aspekt in dieser Diskussion ist auch, dass gerade ausländische Investoren deutsche Wohnimmobilien für unterbewertet halten. Und das nicht ohne Grund. Deutschland ist Europas größte und stabilste Volkswirtschaft und verfügt über das höchste Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Europa (2017: €3,26 Billionen, Quelle: Destatis, Deutsches Statistisches Bundesamt). Eine Auswertung der makroökonomischen Kennzahlen zeigt, dass der Trend anhalten und auch in den kommenden Jahren ein gesundes strukturelles Wachstum in den deutschen Metropolregionen vorherrschen wird. Daher sind aus Anlegersicht die Top-7-Standorte, aber auch prosperierende mittelgroße Städte, trotz steigender Preise und sinkender Renditen auch auf lange Sicht attraktiv.

Vor dem Hintergrund dieser dynamischen Entwicklung steigt der Druck auf den Wohnungsmarkt. Denn durch das Bevölkerungswachstum und den Anstieg der Anzahl der Haushalte wächst der Wohnungsbedarf in den Metropolen. Gleichzeitig reicht die Zahl der neu fertiggestellten Wohnungen nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Die Gründe dafür sind vielfältig. So nimmt die Dynamik bei Baufertigstellungen aufgrund von fehlenden Kapazitäten und einem zunehmenden Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft ab. Aber auch personelle Engpässe bei Genehmigungsverfahren, komplexere Bauvorschriften und schwieriger zu erschließende Grundstücksflächen sind Ursachen für die Bedarfslücke. In absehbarer Zeit wird sich diese Lücke nicht schließen lassen, wenn das Thema nicht aktiv angegangen wird. Hier sind die Politik und die Immobilienbranche gefragt Lösungsansätze zu finden.

Umso wichtiger ist es, als Wohnentwickler entsprechend aufgestellt zu sein, um Potenziale für die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum am Markt zu erkennen. Ein gut ausgebautes Netzwerk mit Kontakten zu Grundstückseigentümern und Kommunen, profunde Marktkenntnisse und eine landesweit etablierte Plattform sind wesentliche Voraussetzungen, um attraktive Projekte frühzeitig zu identifizieren. Sinnvoll ist es auch, sich auf Grundstücke ohne Flächennutzungsplan oder Planungsgenehmigung für Wohnraumentwicklung zu fokussieren, also beispielsweise Brach- oder ungenutzte Gewerbeflächen. Hierfür ist natürlich ein entsprechendes Know-how notwendig.

Trotz der perspektivisch sehr guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gilt es den Wohnraummangel in den Griff zu bekommen, um die Bedarfslücke langfristig zu schließen. Hierfür verfügen vor allem Wohnentwickler mit der notwendigen Erfahrung und der Präsenz am Markt über einen Wettbewerbsvorteil.

Autor: Andreas Gräf, CDO der Instone Real Estate Group

03.09.2018