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Top News: München unter Europas Top-5-Wachstumsregionen

London, Paris und Stockholm sind die Regionen Europas mit den besten konjunkturellen Wachstumsaussichten. Auch Instanbul und München gehören zu den Top 5. Die wichtigsten Ergebnisse des E-Regi-Index.

Der vierte Platz im Ranking von Pwc und ULI geht an München (Foto: Petra Dirscherl/Pixelio.de)
Beste deutsche Region im E-Regi-Index ist München auf Platz 5 (Foto: Petra Dirscherl/Pixelio.de)

Deutschland bleibt als Immobilienmarkt ein attraktives Ziel für Investments. Das belegt die diesjährige Aktualisierung des European Regional Economic Growth Index (E-REGI) von LaSalle Investment Management. Der Index bewertet Regionen und Städte Europas anhand umfangreicher Kriterien wie Wachstumspotenzial, Wohlstandsniveau sowie Geschäftsumfeld und identifiziert so die Regionen mit den besten konjunkturellen Wachstumsaussichten.

Das Trio mit den besten Zukunftsaussichten bilden London, Paris und Stockholm. Auf Platz vier folgt Istanbul vor München. Unter den besten 15 Städten Europas platzieren sich mit Stuttgart (8) und Berlin (15) zwei weitere deutsche Städte. Zudem findet sich eine starke Präsenz deutscher Städte in den Top 30, darunter Frankfurt (18), Köln-Bonn (28), Mannheim-Karlsruhe (29) sowie Hamburg (30), gefolgt von Nürnberg (31) und Düsseldorf (34). Schwächere Zukunftsperspektiven zeigt der Index lediglich für Regionen im mittleren Deutschland sowie im hohen Norden.

(Quelle: LaSalle, E-Regi-Index)
(Quelle: LaSalle, E-Regi-Index)

Ein wichtiger Indikator für die Out- und Underperformance deutscher Regionen ist das Bevölkerungswachstum, das sowohl das BIP als auch die Beschäftigungsaussichten untermauert. Die Städte im Ruhrgebiet (60) und im Saarland (80) sowie Bielefeld (67) sind die am schwächsten entwickelte deutsche Städte im E-REGI Ranking und fallen beim Bevölkerungswachstum zurück.

München: 250.000 neue Einwohner bis 2023

Im Gegensatz dazu steht München: Für die Münchner Region prognostiziert der Index einen Bevölkerungsanstieg von rund fünf Prozent – in absoluten Zahlen bedeutet das einen Zuwachs von 250.000 Einwohnern innerhalb der nächsten fünf Jahre. Das wird tiefgreifende Auswirkungen auf eine Reihe von Randgebieten der Stadt haben, in denen LaSalle aufgrund der zunehmenden Bautätigkeit mit einem Anstieg der Besiedlungsdichte rechnet.

Berlin zeichnet sich trotz einer leicht abgeschwächten Performance im diesjährigen Ranking durch seine Stärke im Humankapital und die damit verbundenen hervorragenden Prognosen für das Beschäftigungswachstum aus. Die Stadt hat ihr Image seit der Einführung des Index im Jahr 2000 neu erfunden – das zeigt die ausgezeichnete Entwicklung innerhalb dieses Zeitraums von Rang 73 zu einer Top-15-Platzierung. Berlin gilt mittlerweile als Technologiehauptstadt Europas. Mehr als ein Sechstel aller neuen Stellen im Dienstleistungssektor entfallen auf den Tech-Bereich. Die deutsche Hauptstadt profitiert außerdem von ihrer starken Medien- und Technologiekompetenz, die viele Start-Ups anzieht.

Mahdi Mokrane, European Head of Research & Strategy bei LaSalle Investment Management, erklärt: „Wie der E-REGI Index zeigt, sind die Aussichten für Immobilien in den meisten Ländern Europas sehr gut. Zahlreiche Städte in ganz Deutschland profitieren vom Bevölkerungswachstum und stärken damit ihre wirtschaftlichen Perspektiven.

Auf fünf Regionen konzentriert sich der Löwenanteil des Investmentvolumens in Europa (Quelle: LaSalle/E-Regi 2018)
Auf fünf Regionen konzentriert sich der Löwenanteil des Investmentvolumens in Europa (Quelle: LaSalle/E-Regi 2018)

Weitere Highlights des LaSalle E-REGI Index 2018
Paris bleibt zum zweiten Mal in Folge auf dem zweiten Platz in der Rangliste und erreicht seinen höchsten absoluten Wert in der 19-jährigen Geschichte des Index. Die französische Hauptstadt führt bei LaSalles Humankapital-Indikator. Das Geschäftsumfeld in Frankreich liegt zwar über dem europäischen Durchschnitt, hat sich aber im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt und bremst die Entwicklung aller französischen Städte im Index.

Stockholm belegt den dritten Rang, begünstigt durch ein hohes Wohlstandsniveau. Andere nordeuropäische Städte, die zu den Top 15 gehören, sind Oslo (9), Kopenhagen-Malmö (10) und Helsinki (14).

Istanbul verteidigt trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise in der Türkei den vierten Platz im Index. Die enorme Größe und die starken Aussichten für das Bevölkerungswachstum kompensieren die schwache Punktzahl für das Geschäftsumfeld, die unter allen indizierten Ländern am schwächsten ist.

Eine der besten Entwicklungen im Index gelingt Warschau. Die polnische Hauptstadt legt um neun Positionen zu und steigt auf Platz 17, dank des verbesserten Wachstums, gestützt durch einen starken Konsum.

22.10.2018