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Das war das Gipfeltreffen Human Resources II

Fachkräftemangel, Demografie, Generation Y - alles schon tausend Mal disktutiert. Aber wie sieht es aus mit den Folgen der Digitalisierung auf Immobilien-Jobs oder Jobsharing in der Geschäftsführung von Immobilienunternehmen?

Jana Tepe von Tandemploy war selbst überrascht, wie viele Immobilienprofis sich bei der Live-Abstimmung bereit für Jobsharing zeigten (rechts: Moderator Christof Hardebusch) (Foto: Axel Schulten)
Jana Tepe von Tandemploy war selbst überrascht, wie viele Immobilienprofis sich bei der Live-Abstimmung bereit für Jobsharing zeigten (rechts: Moderator Christof Hardebusch) (Foto: Axel Schulten)

Jobsharing - seien wir mal ehrlich - das halten die meisten für ein Halbtags-Modell für junge Mütter. In anspruchsvollen Jobs in der Immobilienwirtschaft? Wohl möglich sogar in Führungspositionen? Wohl kaum. Diese Meinung herrschte auch bei den Besuchern des Gipfeltreffens der HR-Entscheider in Köln vor.

Das war allerdings, bevor Jana Tepe ihren Vortrag hielt. Die Gründerin, die sich die Geschäftsführung von Tandemploy selbst teilt, hatte jede Menge Argumente für das Sharing-Modell auch in Führungspostitionen. Weil sie außerdem konkrete Beispiele vorweisen und auch kritische Nachfragen zu Kosten, Zusatzaufwand und anderen Problemen entkräften konnte, schaffte sie einen spürbaren Turnaround im Publikum.

Überraschende Ergebnisse bei der Live-Abstimmung
Gerade für Unternehmen mit Nachwuchsproblemen bieten Tandems mit Jung und Alt eine gute Chance die Belegschaft zu verjüngen, ohne das Wissen und die Kontakte der erfahrenen Mitarbeiter zu verlieren. Start-ups wiederum können sich darüber die Ideen und das Know-how von zwei statt einem Mitarbeiter ins junge Unternehmen holen.

Die Skepsis wich mehr und mehr dem Interesse am Modell und so zeigte sich bei der anschließenden Zuschauerfrage ein zu Beginn nicht erwartetes Ergebnis: "Können Sie sich persönlich vorstellen, Ihren Arbeitsplatz mit jemand anderem zu teilen?" lautete die Frage an die mehr als 70 Vertreter aus der Immobilienwirtschaft. Die eindeutige Antwort: Knapp 74 Prozent antworteten mit "Ja". Ein Ergebnis, das selbst Referentin Jana Tepe überraschte.

Überhaupt gab es einiges Untererwartetes: So zum Beispiel die Erkenntnis, dass sich die viel gescholtene Generation Y gar nicht so sehr von ihren Vorgänger-Generationen unterscheidet. Oder das Beispiel der ECE, die das Onboarding neuer Mitarbeiter als echte Wertschöpfung behandelt.

Mit iPad und Tweetwall
Für Neulinge bei einem imFokus Gipfeltreffen, dürfte zudem das Event-Konzept an sich überraschend gewesen sein. Statt einer Aneinaderreihung von Frontalvorträgen, sind die Referenten bei den Gipfeltreffen lediglich Impulsgeber für die anschließenden Diskussionen an den Tischen.

Denn jedem Vortrag folgte eine Frage an das Publikum. Nach einer kurzen Diskussion in den einzelnen Tischgruppen senden die Tische dann via iPads ihre Gruppen-Statements an die Tweetwall auf der Bühne. Die Antworten erscheinen live und für alle sichtbar, so dass die Moderatoren Steffen Uttich und Christof Hardebuch dieses sofort zur weiteren Diskussion mit dem Publikum aufgreifen können.

Das dritte Gipfeltreffen HR findet im November 2017 statt. Schon heute können Sie sich unter imfokus@immobilienmanager.de einen Platz im Publikum oder als Unternehmen eine Partnerschaft sichern.

12.09.2017