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Zech baut für Edge Technologies größten Holzhybrid in Deutschland

Edge Technologies vergibt Holz-Hybrid-Großauftrag zur Errichtung von „Edge Suedkreuz Berlin" an Zech Building. Die CO2-Emissionen für den Rohbau sollen um rund 80 Prozent unter einer herkömmlichen Stahlbetonbauweise liegen.

Visualisierung der neuen Deutschlandzentrale von Vattenfall (Bild: Edge Technologies)
Visualisierung der neuen Deutschlandzentrale von Vattenfall (Bild: Edge Technologies)

Edge Technologies hat den Großauftrag zur Realisierung des Projekts Edge Suedkreuz Berlin an Zech Building vergeben. Der Vertrag zur schlüsselfertigen Errichtung des Gebäudeensembles am Berliner Bahnhof Südkreuz wurde unterzeichnet. Das Projekt entsteht in einer nachhaltigen modularen Holz-Hybrid-Bauweise und wird künftig von dem Energieversorger Vattenfall als neue Deutschlandzentrale genutzt werden.

Das Gebäudeensemble besteht aus zwei Baukörpern, einem Solitär und einem um ein zentrales Atrium errichtetes Carré-Gebäude und umfasst insgesamt rund 32.000 Quadratmeter Geschossfläche. Die oberirdischen Geschosse beider Baukörper werden in modularer Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Hierzu haben sich Zech, Rhomberg und Cree Deutschland zu einer ARGE zusammengeschlossen. Das nachhaltige Bausystem entspricht dem innovativen und ressourcenschonenden Anspruch, der von Edge Technologies, Zech Building und dem Planungsteam bereits bei der Konzipierung formuliert wurde.

CO2-Einsparungen und Cradle-to-Cradle
Durch die intelligente Kombination des nachwachsenden Rohstoffs Holz mit Beton reduzieren sich die für die Herstellung des Rohbaus anfallenden CO2-Emissionen im Vergleich zur konventionellen Stahlbetonbauweise um bis zu 80 Prozent pro Quadratmeter Nutzfläche. Die Bauweise trägt außerdem zu einem dauerhaft gesunden Raumklima für die Nutzer bei. Darüber hinaus sind die verwendeten Baumaterialien weitgehend recyclefähig nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Entsprechend wurde das Ensemble bereits mit DGNB Platin vorzertifiziert. Die Zertifizierung für WELL Core Gold ist angestrebt.

Die beiden Gebäude verfügen über je sieben oberirdische Geschosse. Die Erdgeschosse bieten Platz für Communityflächen und öffentliche Nutzungen. Die Obergeschosse eins bis sechs sind für die Büronutzung vorgesehen. Das Atrium des Carrés wird geprägt durch vier baumartige Treppenkonstruktionen.

Das vom österreichischen Startup-Unternehmen Cree entwickelte modulare Holz-Hybrid-System ermöglicht eine radikale Reduzierung der Betonmenge, wodurch nur ein Fünftel der üblichen CO2-Belastung entsteht. Mit diesem System können sogar 30-stöckige Hochhäuser mit einer Höhe von bis zu 100 Metern realisiert werden. Holz und Beton teilen sich dabei die Traglasten. Zwar sind Holz-Hybrid-Gebäude aktuell noch etwas teurer als herkömmliche Betonbauten, dafür verkürzt die modulare Bauweise jedoch die Bauzeit auf der Baustelle.

07.05.2019